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Von Chris Columbus (2001)
Mit Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Robbie Coltrane, Maggie Smith, Richard Harris, Alan Rickman, John Cleese, Warwick Davis

Harry Potter lebt seit dem Tod der Eltern bei der Familie seiner Tante. Es sind böse Stiefeltern, die ihren eigenen Sohn verhätscheln, während Harry wie ein Tier im Verschlag unter der Treppe hausen muss. Als er elf Jahre alt wird, stellt man ihm auf magische Art und Weise einen Brief zu. Trotz aller Bemühungen können es seine Stiefeltern nicht verhindern, dass er von seinen magischen Fähigkeiten erfährt und in die Zauberer-Schule Hogwarts berufen wird. Mit seinen neu gewonnenen Freunden Ron und Hermine kommt er dort dem bösen Zauberer Voldemort auf die Spur, der seine leiblichen Eltern auf dem Gewissen hat.

Die langersehnte Verfilmung von Joanna K. Rowlings erstem Teil ihrer Romanreihe um Erfolgsfigur Harry Potter würde es nicht leicht haben, die hohen Erwartungen einer riesigen Fangemeinde, die weit über die zielgesetzte kindliche Leserschaft hinausgeht, zu erfüllen. Das war schon nach dem ersten Buch klar. Zudem wurde von literarischer Seite hoher Druck auf die filmische Umsetzung ausgeübt: Joanna K. Rowling ließ es sich nicht nehmen, bei sämtlichen wichtigen Entscheidungen mit dabei zu sein. Sie verlangte u.a. dass der Film in England gedreht und mit englischen Darstellern in den Hauptrollen besetzt werden müsse.

Zudem hatte sie auch das letzte Wort über die Besetzung des Titelhelden (Daniel Radcliffe), der sich interessanterweise in einigen wesentlichen Punkten von seinem geschriebenen Vorbild unterscheidet. Das Ergebnis eines solchen Vorgehens führt beinahe zwangsweise zu einer Verfilmung, die sich sehr eng an seine Vorlage hält: eben eine typische Bestsellerverfilmung. Tatsächlich ist es die größte Schwäche des Film zu nah an der Vorlage zu bleiben.

Mit ein Grund für das Erfolgsrezept von Harry Potter mag es sein, dass einem alles so vertraut ist. Der Film ist somit – eng an seiner Vorlage – eine perfekt und phantasievoll fotografierte Ansammlung von Versatzstücken, die wir seit unserer Kindheit aus Märchen und Kinderbüchern kennen und lieben und die uns immer wieder gefallen. Überraschungen gibt es eigentlich nicht, denn es geschieht alles so, wie man es erwartet: klassisch ist bereits der Beginn. Harry Potter als ungeliebter Stiefsohn, der arg hinter seinem Vetter zurückstehen muss.

Als männliches Aschenbrödel wartet er – wunderbar übertrieben und bildhaft dargestellt – in seiner Treppenabstellkammer auf seinen großen Augenblick. Auf dem Weg nach Hogwarts ist er bereits wohl bekannt. Der Ruf seiner Eltern ist ihm vorausgeheilt. Als Berühmtheit ist es ebenso logisch, dass er sich als Freund nicht etwa den smarten, aber arroganten Schnösel Malfoy (Will Theakston), sondern den eher durchschnittlichen aber charakterlichen „edleren“ Ron (Rupert Grind) aussucht. Zusammen mit der zuweilen streberhaften, aber mutigen Hermine (Emma Watson) ergeben sie ein klassisches Team. Ein beliebtes und auch sinnvolles Jugendbuchmotiv.

Auch die Figur des alten und weisen Direktors und Oberzauberers Professor Dumbledore (Richard Harris, der wie ein Merlin aus dem Bilderbuch ist) und die die strenge, aber sympathische Hausdame Professor McGonagall (wunderbar und ebenso typisch: Maggie Smith) treffen ganz unsere Erwartungen. Letztlich sind diese Figuren viel eher klassische Märchentypen als Charaktere im eigentlichen Sinne.

Dennoch macht der Film Spaß, denn Altbewährtes wird hier auf liebenswerte Art und Weise in die Gegenwart transportiert (auch wenn man die Gegenwart im Film meist vergisst). Das Zweieinhalb-Stundenopus ist keine Sekunde langweilig, die Effekte und die Bilderwucht ist einfach atemberaubend, wenn auch letztere zusammen mit seiner Überlänge für jüngere Zuseher etwas zu viel sein könnten. Schließlich kann der Film auch noch als eine detailverliebte und phantastische Hommage an die Tradition des englischen Schulwesens betrachtet werden.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

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