Hollow Man – Unsichtbare Gefahr

Von Paul Verhoeven (2000)
Mit Elisabeth Shue, Kevin Bacon, Josh Brolin, Kim Dickens, Greg Grunberg, Joey Slotnick, Mary Randle, William Devane

Nach jahrelangen Experimenten mit einem Serum, das Tiere unsichtbar macht, ist es dem egozentrischen Dr. Sebastian Caine endlich gelungen, den Prozess wieder rückgängig zu machen. Somit steht einem Selbstversuch nichts mehr im Wege. Ohne seinen Auftraggeber, das Verteidigungsministerium, einzuweihen, probiert er die Droge mit Hilfe seiner Crew an sich selbst aus. Dass Caine diese Entscheidung im Alleingang gefällt hat, wissen seine Kollegen nicht. Das erfahren sie erst, als der Versuch, die Wirkung aufzuheben, scheitert. Der Wissenschaftler bleibt unsichtbar und wird gemeingefährlich…

Die Geschichte um einen Wissenschaftler, der sich mit einer Droge unsichtbar macht und dabei den Verstand verliert basiert auf H.G. Wells „The Invisible Man“ und fand bereits 1933 mit „Der Unsichtbare“ eine beeindruckende Umsetzung. Diese Vorlage diente „Hollow Man“ jedoch nur als Grundidee. Handlung und Hintergründe sind hier eher zweitrangig. In erster Linie zeigt der Filme eine Reihe äußerst beeindruckender Spezialeffekte und einige effektvolle Actionsequenzen, die von Jerry Goldsmiths exzellenter Musik getragen werden. Was sonst noch bleibt ist ein altmodisch konstruierter, durch und durch vorhersehbarer Plot, der sich aus Eifersucht, Verfolgung und Mord zusammensetzt. Selbst das Grundmotiv des Unsichtbarseins beschränkt sich auf mehr oder weniger harmlose Spannereien.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Der Mann, der zuviel wußte

Von Alfred Hitchcock (1956)
Mit James Stewart, Doris Day, Ralph Truman, Daniel Gélin, Bernard Miles, Brenda de Banzie, Mogens Wieth

Während seines Urlaubs in Marokko gelangt der amerikanische Arzt Ben Mac Kanna durch Zufall in den Besitz von Informationen über ein geplantes Attentat gegen den britischen Premierminister. Wenig später wird sein kleiner Sohn entführt. Mac Kanna und seine Frau können nicht die Polizei alarmieren, da sie von den Attentätern erpresst werden. Sie versuchen ihn auf eigene Faust zu befreien…

Hitchcock inszenierte mit „Der Mann, der zuviel wußte“ ein Remake seines eigenen Films von 1934. Von vielen Fans wird die neuere Version als bessere betrachtet. In der Tat: der Altmeister des Suspense zeigt uns einen Spannungsfilm wie man ihn sich besser nicht wünschen könnte. Einige Szenen sind von besonderer Ausdruckskraft und mit großer Meisterschaft inszeniert, was nicht zuletzt am Einsatz der Musik liegt. In dieser Beziehung wurde die Originalstory für die Hauptdarstellerin Doris Day leicht verändert. Das Lied „Que sera“wurde als bester Filmsong mit dem Oscar ausgezeichnet.

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James Bond 007 jagt Dr. No

Von Terence Young (1962)
Mit Sean Connery, Ursula Andress, Joseph Wiseman, Jack Lord, Bernard Lee, Anthony Dawson, John Kitzmiller, Zena Marshall, Eunice Gayson, Lois Maxwell

James Bond – 007 – Agent des britischen Geheimdienstes soll die Sabotage an amerikanischen Raketenstarts aufklären. Seine Spur führt ihn nach Jamaika und ins Visier des skrupellosen Dr. No…

Das erste der legendären englischen Bondabenteuer, die seit 1962 eine treue ewig junge Fangemeinde und darüber hinaus ein großes Kinopublikum Jahr für Jahr vor die Leinwand lockt. Trotz der noch fehlenden „Gimmicks“, der Spielereien der Effekt- und Standspezialisten, enthält dieser frühe Bond bereits alle Zutaten, welche die Serie später so berühmt machen sollten: einen Helden, der für die damalige Zeit ungewohnte Härte aufweist und auf Frauen, die für ihn selten mehr sind als Spielzeug, unwiderstehlich wirkt einerseits und einen größenwahnsinnigen Schurken, der in seinem beinahe fantastisch anmutenden Domizil einen meist völlig an den Harren herbeigezogenen Verbrecherplan ausheckt, auf der anderen Seite. Dazwischen schöne Frauen, die ebenso wenig fehlen dürfen, wie schnelle Autos, interessante Schauplätze und den respektlosen und trockenen Humor des Titelhelden.

Sean Connery schien die Idealbesetzung für Ian Flemmings Idealhelden zu sein. Sehr englisch, und dennoch beinahe ebenso so skrupellos wie seine Widersacher verstand es Connery den Bond-Charakter zum Leben zu erwecken, wie es von keinem seiner Nachfolger bisher erreicht wurde.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.