Das fünfte Element

Von Luc Besson (1997)
Mit Bruce Willis, Luke Perry, Milla Jovovich, Brion James, Chris Tucker, Gary Oldman, Ian Holm

New York, 2259. Nur alle 5000 Jahre öffnet sich das Tor zu einer anderen Dimension. Durch diese Pforte betritt das absolut Böse mit ihrem Anführer Zorg die Erde. Ihr Ziel ist die Vernichtung der Menschheit…

Ein visuell durch und durch gelunges Genre-Konglomerat mit witzigen Einfällen und optischer Brillanz ganz an bewährte Muster des Popcornkinos der 80er Jahre angelehnt mit der Perfektion der 90er. Viel Handlung gibt es in Luc Bessons Werk zwar nicht, aber dafür vollgepackt mit Attraktionen bietet der Film pralle, kunterbunte Comic-Unterhaltung.

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Akte X: Der Film – Fight the Future

Von Rob Bowman (1998)
Mit David Duchovny, Gillian Anderson, William B. Davis, John Neville, Martin Landau, Armin Müller-Stahl

Die FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully müssen sich für angebliches Fehlverhalten bei einem Bombenattentat auf ein Regierungsgebäude verantworten, bei dem es Tote gab. Hinweise verschärfen sich, dass die beiden Kollegen Opfer einer Verschwörung geworden sind, durch die eine außerirdische Invasion vertuscht werden soll…

Auf Spielfilmlänge ausgedehnte Episode nach der erfolgreichen TV-Serie „THE X-FILES“ (Akte X); Obwohl von den Produzenten so angelegt, dass auch „Neulinge“ in die Handlung einsteigen können, ist der erste Kinofilm mit dem beliebten Agentenpaar nur ein üblicher Mysterythriller auf Fersenniveau für Fans der TV-Serie. Wenn man das berücksichtigt, kann man sich durchaus recht spannend unterhalten in einem Schocker, der geschickt typisch amerikanische Urängste – allen voran die Verschwörungs- und Invasionshysterie – einbindet und mit leisen, aber wohldosierten Effekten über weite Strecken fesseln kann.

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Wild Wild West

Von Barry Sonnenfeld (1999)
Mit Will Smith, Kevin Kline, Kenneth Branagh, Salma Hayek, M. Emmet Walsh, Ted Levine.

Amerika, kurz nach dem Bürgerkrieg: der wahnsinnige Terrorrist Arless Loveless hat die besten Wissenschaftler des Landes entführt und mit ihrer Hilfe geradezu unglaubliche, futuristische Waffensysteme entwickelt, gegen die die Regierung nichts entgegenzusetzen hat. Jetzt liegt alle Hoffnung auf dem erfolgreichen U-S. Marshall Artemuns Gordon und dem legendären Revolverheldenhelden Jim West…

Gigantischer Actionbrüller, der seine Knalleffekte sehr viel besser unter Kontrolle hat, als seine Pointen. Wirklich witzig ist der Film nur selten, da die Effekte den Darstellern nicht viel Spielraum erlauben. Trotz der vielen Gags und jeder Menge Action ist der Film nicht ohne Leerlauf und bleibt mit all seinem Aufwand nur ein zweitklassiges Comic-Kino für die große Leinwand.

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Fluch der Karibik

Von Gore Verbinski (2003)
Mit Johnny Depp, Geoffrey Rush, Orlando Bloom, Keira Knightley, Jack Davenport, Jonathan Price, Lee Arenberg, Mackenzie Crook, Damian O’Hare, Giles New, Angus Barnett, David Bailie, Michael Berry Jr., Isaac C. Singleton Jr., Kevin McNally

Eine mysteriöse Goldmünze an einer Halskette gelangt durch Zufall in den Besitz der Gouverneurstochter Elizabeth. Als sie eines Tages mit samt Amulett ins Meer stürzt, wird sie von Seeräuber Jack Sparrow, der gerade ein Schiff kapern wollte, gerettet. Sie ahnt nicht, dass ihr Schmuckstück aus einem legendären Freibeuterschatz stammt und ihr Unfall im Wasser das berüchtigte Piratenschiff Black Pearl angelockt hat. Deren berüchtigte Mannschaft fällt erbarmungslos über die kleine Insel her und entführt Elizabeth. Will Turner, ihr heimlicher, nicht standesgemäßer Verehrer, befreit den schlitzohrigen Jack, der im Kerker auf seinen Galgen wartet, und macht sich auf die Jagt nach einem verfluchten Piratenschiff, dessen Kapitän Barbossa mit seiner Crew direkt aus der Hölle zu kommen scheint…

Wer hätte gedacht, dass man einem Genre, das beinahe ein halbes Jahrhundert zuvor mit Douglas Fairbanks (Vater und Sohn) und Errol Flynn untergegangen war, erfolgreich ins Leben zurückholen könnte? Doch eigentlich kein Wunder, in einer Zeit, in der alles recycelt wird. Regisseur Gore Verbinski macht dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn seine Piraten scheinen in der Tat tot und untot zugleich zu sein. Nicht allein die vermoderte Mannschaft von Kapitän Barbossa bilden die Attraktion dieser Neuauflage, sondern eine überraschend große Menge an witzigen Einfällen, perfekten Gefechtszenen, in denen es nur so blitzt und knallt von Säbeln und Kanonenkugeln, und eine hübsche Portion schauriges, haarsträubendes Seemannsgarn. Doch nicht zuletzt ist es Johnny Depp, der dem Film mit seiner Mischung aus einem langhaarigen, goldzahnigen Bilderbuch-Piraten und einer tuntig-spleenigen Galionsfigur seinen charakteristischen Stempel aufdrückt.

Fazit
ein perfekter, fantasievoller Unterhaltungsfilm über Flüche, Mondscheinzombies und unzerstörbare Piratenromantik.

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Das Gespenst von Canterville

Von Jules Dassin, Norman Z. McLeod (1944)
Mit Charles Laughton, Robert Young, Margaret O’Brien, William Gargan, Reginald Owen, Rags Ragland, Una O`Connor, Donald Stuart, Elisabeth Risdon, Frank Faylen, Lumsden Hare, Mike Mazurki, William Moss, Bobby Readick, Marc Cramer, William Tannen, Peter Lawford

ngland im 17. Jahrhundert: Sir Simon of Canterville soll sich für seinen Bruder duellieren. Als sein Duellgegner ebenfalls einen kampferprobten Verwandten antreten lassen will, ergreift Sir Simon die Flucht und versteckt sich im Alkoven seines Zimmers im Familienschloss. Aus Scham vor der Feigheit seines Sohnes lässt ihn sein Vater genau dort einmauern und seitdem sucht er als ruheloser Geist das Schloss heim.

Als 300 Jahre später im Zweiten Weltkrieg eine Einheit von US Soldaten im Schloss einquartiert wird, muss das Gespenst um seinen Ruf fürchten, denn die neuen Bewohner sind mit allen Wassern gewaschen und lassen sich von seinem Spuk nicht einschüchtern. Die kleine Jessica – künftige Besitzerin des Schlosses – findet heraus, dass der nette Soldat Cuffy ebenfalls ein Centerville ist, aus einem Zweig der Familie, der England seit langem verlassen hat. Nur er könnte den Fluch des müde gewordenen, bemitleidenswerten Gespenstes brechen und seine Seele erlösen, denn dazu braucht es einen Ahnen, der im Namen von Sir Simon eine Heldentat vollbringt…

Jules Dassins Version von Oscar Wildes Erzählung basiert nur auf Motiven der literarischen Vorlage. Vielmehr handelt es sich um einer jenen „Durchhalte“-Filme aus den letzten Kriegsjahren, die zum „alltäglichen“ Heldentum und zum Zusammenhalt in der Familie – hier auch auf die militärische Kameradschaft anwendbar – aufrufen sollen. Um diese Botschaft zu betonen, wurde die Vorgeschichte entgegen der Erzählung von Oscar Wilde (1887) abgeschwächt, denn Charles Laughtons Sir Simon hat keinen Mord begangen und sein Vergehen – die Flucht vor der Gelegenheit für die Ehre seines Bruders sein Leben zu riskieren – sind dabei ebenso altmodisch, wie der erste gescheiterte Versuch es hoffnungsvollen Ahnen Cuffy (Robert Young) eine Heldentat zu begehen und auf eine Gruppe von feindlichen Soldaten zu schießen. Die (damalige) Gegenwart als Zeit der Handlung betonen den Kontrast der hier eher parodierten, in die Zeit gekommenen alten Adelsehre mit der Realität des Krieges, der die Familienprobleme der Cantervilles – alle männlichen Nachkommen erwiesen sich als Feiglinge – banal und altmodisch erscheinen lässt. Nur die Bedeutung des Familienzusammenhalts ist geblieben.

Die überzeugenden Geistereffekte von Irving G. Ries zielen nur beim ersten Auftritt des Gespenstes auf eine unheimliche, überraschende Wirkung ab, ansonsten dominieren Familienfilmatmosphäre (unterstützt durch die von Margaret O’Brien gespielten jungen Schlossherrin Jessia) und Kriegsmelodramatik. Englische Schauerromantik kommt kurzzeitig auf, wenn Jessica und die Haushälter von der Vorgeschichte und den Ursprüngen eines nie verschwindenden Blutflecks auf dem Teppich (einer der wenigen Bezüge zur Vorlage) erzählen.

Die Regie führte zunächst Norman Z. McLeod. Die Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Charles Laughton erwies sich jedoch als problematisch, so dass Jules Dassin schließlich auf dem Regiestuhl Platz nahm.

Fazit:
Vor dem Hintergrund seiner Zeit unterhaltsamer Familienfilm mit schönen Trickeffekten.

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Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Von Chris Columbus (2002)
Mit Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint, Tom Felton, Maggie Smith, Alan Rickman, Richard Harris, John Cleese, Warwick Davis

Es sind noch Ferien und Harry Potter lebt wieder bei seiner verständnislosen Verwandtschaft. Obwohl er endlich ein Zimmer bekommen hat, sehnt er sich zurück nach Hogwarts und seinen Freunden. Eines Abends steht ein Hauself auf seinem Bett, der ihn mit Warnungen und Drohungen davon abhalten will, in die Zauberschule zurück zu kehren. Im richtigen Moment kommt Ron mit seinen Brüdern herbeigezaubert und holt Harry ab. Nicht ohne Hindernisse kehren sie nach Hogwarts zurück. Dort werden sie erwartet: jemand hat die sagenhafte „Kammer des Schreckens“ geöffnet, und dieser Jemand will alle nicht reinrassigen Zauberer vernichten. Das bewährte Dreiergespann Hermine, Harry und Ron versuchen den Fall zu lösen und begeben sich ein weiteres Mal in große Gefahr…

Auch die Verfilmung des zweiten Bestseller-Romans von Joanna K. Rowling ist ein optisches Feuerwerk an „zauberhaften“ Einfällen und atemberaubenden Effekten. Die visuelle Wucht überfordert den Zuschauer zuweilen und erschwert die Entscheidung, wo man hinsehen soll ohne wichtige oder auch nur sehenswerte Details zu verpassen. Die Handlung bietet eine unterhaltsame Collage aus einer spannenden „Wer-oder-Was-steckt-dahinter“-Story und einer Reihe von witzigen Episoden aus dem (un-)wirklichen altenglischen (Zauber-)Schulalttag. Ein zuweilen recht grusliges Fantasyabenteuer und sprichwörtlicher Familienfilm, der trotz seiner knapp 160 Minuten nie langweilig wird.

In Deutschland wurde der Film für eine FSK-Freigabe „ab 6 Jahre“ um ca. 2 Minuten gekürzt.

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Harry Potter und der Stein der Weisen

Von Chris Columbus (2001)
Mit Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Robbie Coltrane, Maggie Smith, Richard Harris, Alan Rickman, John Cleese, Warwick Davis

Harry Potter lebt seit dem Tod der Eltern bei der Familie seiner Tante. Es sind böse Stiefeltern, die ihren eigenen Sohn verhätscheln, während Harry wie ein Tier im Verschlag unter der Treppe hausen muss. Als er elf Jahre alt wird, stellt man ihm auf magische Art und Weise einen Brief zu. Trotz aller Bemühungen können es seine Stiefeltern nicht verhindern, dass er von seinen magischen Fähigkeiten erfährt und in die Zauberer-Schule Hogwarts berufen wird. Mit seinen neu gewonnenen Freunden Ron und Hermine kommt er dort dem bösen Zauberer Voldemort auf die Spur, der seine leiblichen Eltern auf dem Gewissen hat.

Die langersehnte Verfilmung von Joanna K. Rowlings erstem Teil ihrer Romanreihe um Erfolgsfigur Harry Potter würde es nicht leicht haben, die hohen Erwartungen einer riesigen Fangemeinde, die weit über die zielgesetzte kindliche Leserschaft hinausgeht, zu erfüllen. Das war schon nach dem ersten Buch klar. Zudem wurde von literarischer Seite hoher Druck auf die filmische Umsetzung ausgeübt: Joanna K. Rowling ließ es sich nicht nehmen, bei sämtlichen wichtigen Entscheidungen mit dabei zu sein. Sie verlangte u.a. dass der Film in England gedreht und mit englischen Darstellern in den Hauptrollen besetzt werden müsse.

Zudem hatte sie auch das letzte Wort über die Besetzung des Titelhelden (Daniel Radcliffe), der sich interessanterweise in einigen wesentlichen Punkten von seinem geschriebenen Vorbild unterscheidet. Das Ergebnis eines solchen Vorgehens führt beinahe zwangsweise zu einer Verfilmung, die sich sehr eng an seine Vorlage hält: eben eine typische Bestsellerverfilmung. Tatsächlich ist es die größte Schwäche des Film zu nah an der Vorlage zu bleiben.

Mit ein Grund für das Erfolgsrezept von Harry Potter mag es sein, dass einem alles so vertraut ist. Der Film ist somit – eng an seiner Vorlage – eine perfekt und phantasievoll fotografierte Ansammlung von Versatzstücken, die wir seit unserer Kindheit aus Märchen und Kinderbüchern kennen und lieben und die uns immer wieder gefallen. Überraschungen gibt es eigentlich nicht, denn es geschieht alles so, wie man es erwartet: klassisch ist bereits der Beginn. Harry Potter als ungeliebter Stiefsohn, der arg hinter seinem Vetter zurückstehen muss.

Als männliches Aschenbrödel wartet er – wunderbar übertrieben und bildhaft dargestellt – in seiner Treppenabstellkammer auf seinen großen Augenblick. Auf dem Weg nach Hogwarts ist er bereits wohl bekannt. Der Ruf seiner Eltern ist ihm vorausgeheilt. Als Berühmtheit ist es ebenso logisch, dass er sich als Freund nicht etwa den smarten, aber arroganten Schnösel Malfoy (Will Theakston), sondern den eher durchschnittlichen aber charakterlichen „edleren“ Ron (Rupert Grind) aussucht. Zusammen mit der zuweilen streberhaften, aber mutigen Hermine (Emma Watson) ergeben sie ein klassisches Team. Ein beliebtes und auch sinnvolles Jugendbuchmotiv.

Auch die Figur des alten und weisen Direktors und Oberzauberers Professor Dumbledore (Richard Harris, der wie ein Merlin aus dem Bilderbuch ist) und die die strenge, aber sympathische Hausdame Professor McGonagall (wunderbar und ebenso typisch: Maggie Smith) treffen ganz unsere Erwartungen. Letztlich sind diese Figuren viel eher klassische Märchentypen als Charaktere im eigentlichen Sinne.

Dennoch macht der Film Spaß, denn Altbewährtes wird hier auf liebenswerte Art und Weise in die Gegenwart transportiert (auch wenn man die Gegenwart im Film meist vergisst). Das Zweieinhalb-Stundenopus ist keine Sekunde langweilig, die Effekte und die Bilderwucht ist einfach atemberaubend, wenn auch letztere zusammen mit seiner Überlänge für jüngere Zuseher etwas zu viel sein könnten. Schließlich kann der Film auch noch als eine detailverliebte und phantastische Hommage an die Tradition des englischen Schulwesens betrachtet werden.

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Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs

Von Peter Jackson (2003)
Mit Noel Appleby, Alexandra Astin, Sean Astin, David Aston, John Bach, Sean Bean, Cate Blanchett, Orlando Bloom, Billy Boyd, Sadwyn Brophy, Ian McKellen, Elijah Wood

Die Reise der Gefährten nähert sich ihrem Ende. Ein letztes Mal bedroht Sauron die Menschheit. Seine Armee hat Minas Tirith angegriffen, die Hauptstadt von Gondor. Unterdessen nähert sich Frodo dem Lande Mordor und kommt dem Schicksalsberg immer näher. Doch er ist nicht nur von Freunden umgeben. Solange der Ring nicht vernichtet ist, ist seine Knechtschaft unbesiegbar…

„Die Rückkehr des Königs“ ist ein krönender Abschluss einer außergewöhnlichen Filmtrilogie, dem es gelingt, in jeder Hinsicht groß zu sein. Ein episches Schlachtengemälde, das von poetischer Melancholie und tragischen Heldendfiguren durchzogen ist. Ein bis zum Schluss dramaturgisch ausgefeilter Film, der spannend, rührend und voll Pathos den uralten Kampf von Gut und Böse in bombastischen Bildern erzählt.

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Der Herr der Ringe – Die zwei Türme

Von Peter Jackson (2002)
Mit Elijah Wood, Ian McKellen, Viggo Mortensen, Sean Astin, Billy Boyd, Liv Tyler, John Rhys-Davies, Christopher Lee

Die Gefährten sind getrennt: Frodo und sein Getreuer Samwise sind nun auf sich allein gestellt um den verhängnisvollen Schatz zum Schicksalsberg zu bringen. Doch sie bekommen bald einen Anhänger, der ebenso gefährlich wie hilfreich ist. Auf der Suche nach den beiden in Gefangenschaft geratenen Hobbit-Freunden gelangen Aragorn und seine Anhänger in das gebeutelte Land des Volkes von Rohan, das sich für die größte Schlacht ihrer Geschichte rüsten muss. Es scheint, als wäre die Gefolgschaft des Ringhüters im Kampf gegen den noch mächtiger gewordenen Sauron auf sich allein gestellt, doch sie erhalten unerwartet eine mächtige Hilfe…

Peter Jacksons zweiter Teil seiner gigantischen monumentalen „Herr der Ringe“ Trilogie folgt klassischen Fortsetzungstraditionen: der Film schließt ohne eigene Exposition da an, wo der Vorgänger endete. Für nicht ganz so inhaltsgeschulte Zuschauer ist es durchaus von Vorteil, sich Teil 1 zeitnah noch mal anzusehen. Doch mit aufgefrischten Gedächtnis geht es dann gleich los in eine abermals bildgewaltige Reise durch die visuell perfekt umgesetzte fantastische Welt von Tolkien. Mit noch mehr Kampfgetümmel und etwas weniger Heldenkitsch bietet der Film einen epischen Ausflug in ein Sammelsurium von bekannten Abenteuergeschichten und Gut-gegen-Böse-Motiven. Insgesamt ein Film, der mit seinen episodischen Spannungsmomenten eher als Teil einer Trilogie und weniger als ein in sich geschlossenes Werk betrachtet werden kann.

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Der Herr der Ringe – Die Gefährten

Von Peter Jackson (2001)
Mit Elijah Wood, Ian McKellen, Orlando Bloom, Billy Boyd, Viggo Mortensen, Sean Astin, Dominic Monaghan, JOhn Rhys-Davis, Christopher Lee

Mittelerde – das ist eine phantastische Welt, die von Zauberern, Hobbits, Elben, Menschen, Zwergen, Trollen und Geistern bewohnt wird. Inmitten dieser Welt lebt Frodo Beutlin, ein Hobbit, der bisher ein sorgloses Leben im grünen Auenland geführt hat. Als er eines Tages in den Besitz eines Rings gerät, ändert sich sein Leben schlagartig. Dieser Ring ist ein Meistering, der seinen Besitzer zu grenzenloser Macht verhelfen kann und selbigen dabei immer mehr vereinnahmt. Die einzige Möglichkeit zu verhindern dass dieser Ring in die Hände des mächtigen Sauron gelangt, der damit das Böse über ganz Mittelerde bringen würde, ist es, den Ring in jenem Feuer zu vernichten, in dem er einst geschmiedet wurde. Zusammen mit einigen treuen Gefährten beginnt für den kleinen aber wackeren Frodo eine gefährliche Reise…

Der Englischprofessor J.R.R. Tolkien schuf mit seinem inzwischen längst zur Legende gewordenen Fantasy-Epos „Herr der Ringe“ (1954-55) eine eigene mystische Welt, welcher er mit Landkarten, Chroniken und Stammbäumen ein literarisches Leben eingehaucht hat. Die Aversion des Autors, sein Werk als Hollywood-Film zu sehen, mag einer der Gründe sein und die ungeahnten Möglichkeiten, die die Filmtechnik knapp fünfzig Jahre später dem Fantasy-Genre bietet, ein anderer, dass Tolkins Werk erst so spät eine adäquate filmische Umsetzung bekommen hat.

Peter Jacksons erster Teil seiner eigenen Interpretation von „Herr der Ringe“ ist eine gigantische, episch angelegte Gut-Gegen-Böse-Geschichte, deren Gesamteindruck einfach überwältigend ist.

Dies beginnt bereits bei der eigenwilligen, aber sorgfältig ausgearbeiteten Adaption, der die perfekte filmische Umsetzbarkeit wichtiger ist, als die wortwörtliche Bearbeitung der literarischen Vorlage. Die Ausstattung ist ein weiterer Baustein, deren Detailverliebtheit so weit ging, eigens in mühsamer Vorarbeit Felder und Bäume zu pflanzen, um z.B. das Auenland mit Leben zu erwecken. Und schließlich die Spezialeffekte, die ein kaum fassbares Ausmaß annehmen. Sei es bei der perfekten Montage, welche die kindgroßen Hobbits mit ihren doppelt so großen menschlichen und elbischen Gefährten zusammenbringt, oder aber jene riesigen Phantasiewelten, die man nicht so schnell vergisst. Und bei all diesem Aufwand sind auch die bemerkenswerten Schauspieler nicht zu übersehen, die letztlich auch aus dieser Welt zu kommen scheinen.

Die drei Teile der Trilogie wurden an einem Stück in Neuseeland gedreht, was mehrere gute Gründe hatte. Peter Jackson wollte seinem Publikum ein geschlossenes Werk präsentieren und nicht einen Mehrteiler, der von Publikumsreaktionen und zeitlichen Faktoren abhängig ist. Die einzelnen Teile haben ihren Kinostart im jährlichen Abstand im Dezember.

Vier Oscars: Kamera, visuelle Effekte, Make-up, Musik (2001).

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Jurassic Park

Von Steven Spielberg (1993)
Mit Sam Neill, Bob Peck, Ariana Richards, Richard Attenborough, Jeff Goldblum, Laura Dern, Joseph Mazello

Ein Stechmücke hat vor ca. 300 Millionen Jahren ein prähistorisches Reptil gestochen wurde dann in Baumharz eingeschlossen. Das in ihr konservierte Blut dient einem reichen Unternehmer als Grundlage für eine wissenschaftlich ungeheuerliche Entdeckung und eine unerschöpfliche Geldquelle. Er lässt den Code entschlüsseln und züchtet neue Generationen von Sauriern, die auf einer Insel im Pazifik einen riesigen Freizeit- und Vergnügungspark bevölkern. Doch dann geht etwas schief und die Fleischfressenden Saurier gehen auf Menschenjagd..

Ein spannendes Kinoabenteuer aus dem Hause Amblin, dessen Grundidee (nach einem Bestseller von Michael Crichton) ein interessantes Denkspiel über die Möglichkeiten der Genwissenschaft darstellt. Im Vordergrund stehen allerdings die Spezialeffekte, die durch ausgefeilte Computeranimation neue Maßstäbe anstellt. Ein rasante Geisterbahnfahrt voll von Attraktionen und der für Steven Spielberg typischen Mischung aus Schrecken und Humor.

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