Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens

Von Jan de Bont (2003)
Mit Angelina Jolie, Gerard Butler, Ciarán Hinds, Chris Barrie, Noah Taylor, Djimon Hounsou, Til Schweiger, Simon Yam, Terence Yin, Daniel Caltagirone

Vor der Küste Griechenlands entdeckt Lara Croft den sagenumwobenen Tempel von Alexander dem Großen, der seit über zweitausend Jahren tief verborgen in einer unterirdischen Höhle liegt. Dort stößt sie auf eine geheimnisvolle Kugel, doch eine skrupellose Bande ist der Archäologin und ihren Gefährten gefolgt und nimmt ihr die Kugel ab. Als sie erfährt, dass diese Kugel der Schlüssel zu Büchse der Pandora ist, die den Tod der Menschheit bedeuten könne, macht sie sich im Auftrag der Regierung auf die Jagt nach dem Grabräuber, der den Fund als gigantische „Biologische“ Waffe einsetzen will…

Der erste Teil der Game-Verfilmung war ein gigantischer Erfolg, was sicherlich eher auf das große Interesse und die Neugierde, aber auch auf die Schlagfertigkeit einer perfekten Hauptdarstellerin zurückzuführen ist und weniger auf die Qualitäten des Films selbst, der mit seiner dünnen Handlung und seiner Kürze (ohne Abspann mal gerade 90 Minuten) eher wie ein kleiner B-Film gewirkt hat. Für Teil 2 „Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens“ wurde jetzt Actionaltmeister Jan de Bont verpflichtet, der mit „Speed“ bewies, wie viel Tempo ein Film haben kann. Die Fortsetzung konzentriert sich verstärkt auf die Actionkomponente, als auf den Fantasyanteil und bietet eine unterhaltsame Mischung aus „James Bond“ und „Indiana Jones“ mit unvergesslichern Stunt- und Kampfszenen, die bis 85 Prozent von der athletischen Angelina Jolie selbst durchgeführt wurden. Schwindelerregende Kamerafahrten über die Chinesische Mauer hinweg, turbulente Motorradfahrten, Jagten durch die Luft und zu Pferd – diese Actionheldin lässt zuweilen sogar James Bond in seinem gebügelten Anzug alt aussehen. Lara Croft wurde erfreulicherweise mit etwas mehr Menschlichkeit ausgestattet und die Story ist interessanter und verwickelter konstruiert als bei seinem Vorgänger.

Fazit
Noch mal gesteigerte Frauenpower, die auf ein Wiedersehen hoffen lässt!

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Fluch der Karibik

Von Gore Verbinski (2003)
Mit Johnny Depp, Geoffrey Rush, Orlando Bloom, Keira Knightley, Jack Davenport, Jonathan Price, Lee Arenberg, Mackenzie Crook, Damian O’Hare, Giles New, Angus Barnett, David Bailie, Michael Berry Jr., Isaac C. Singleton Jr., Kevin McNally

Eine mysteriöse Goldmünze an einer Halskette gelangt durch Zufall in den Besitz der Gouverneurstochter Elizabeth. Als sie eines Tages mit samt Amulett ins Meer stürzt, wird sie von Seeräuber Jack Sparrow, der gerade ein Schiff kapern wollte, gerettet. Sie ahnt nicht, dass ihr Schmuckstück aus einem legendären Freibeuterschatz stammt und ihr Unfall im Wasser das berüchtigte Piratenschiff Black Pearl angelockt hat. Deren berüchtigte Mannschaft fällt erbarmungslos über die kleine Insel her und entführt Elizabeth. Will Turner, ihr heimlicher, nicht standesgemäßer Verehrer, befreit den schlitzohrigen Jack, der im Kerker auf seinen Galgen wartet, und macht sich auf die Jagt nach einem verfluchten Piratenschiff, dessen Kapitän Barbossa mit seiner Crew direkt aus der Hölle zu kommen scheint…

Wer hätte gedacht, dass man einem Genre, das beinahe ein halbes Jahrhundert zuvor mit Douglas Fairbanks (Vater und Sohn) und Errol Flynn untergegangen war, erfolgreich ins Leben zurückholen könnte? Doch eigentlich kein Wunder, in einer Zeit, in der alles recycelt wird. Regisseur Gore Verbinski macht dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn seine Piraten scheinen in der Tat tot und untot zugleich zu sein. Nicht allein die vermoderte Mannschaft von Kapitän Barbossa bilden die Attraktion dieser Neuauflage, sondern eine überraschend große Menge an witzigen Einfällen, perfekten Gefechtszenen, in denen es nur so blitzt und knallt von Säbeln und Kanonenkugeln, und eine hübsche Portion schauriges, haarsträubendes Seemannsgarn. Doch nicht zuletzt ist es Johnny Depp, der dem Film mit seiner Mischung aus einem langhaarigen, goldzahnigen Bilderbuch-Piraten und einer tuntig-spleenigen Galionsfigur seinen charakteristischen Stempel aufdrückt.

Fazit
ein perfekter, fantasievoller Unterhaltungsfilm über Flüche, Mondscheinzombies und unzerstörbare Piratenromantik.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

          

Harry Potter und der Stein der Weisen

Von Chris Columbus (2001)
Mit Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Robbie Coltrane, Maggie Smith, Richard Harris, Alan Rickman, John Cleese, Warwick Davis

Harry Potter lebt seit dem Tod der Eltern bei der Familie seiner Tante. Es sind böse Stiefeltern, die ihren eigenen Sohn verhätscheln, während Harry wie ein Tier im Verschlag unter der Treppe hausen muss. Als er elf Jahre alt wird, stellt man ihm auf magische Art und Weise einen Brief zu. Trotz aller Bemühungen können es seine Stiefeltern nicht verhindern, dass er von seinen magischen Fähigkeiten erfährt und in die Zauberer-Schule Hogwarts berufen wird. Mit seinen neu gewonnenen Freunden Ron und Hermine kommt er dort dem bösen Zauberer Voldemort auf die Spur, der seine leiblichen Eltern auf dem Gewissen hat.

Die langersehnte Verfilmung von Joanna K. Rowlings erstem Teil ihrer Romanreihe um Erfolgsfigur Harry Potter würde es nicht leicht haben, die hohen Erwartungen einer riesigen Fangemeinde, die weit über die zielgesetzte kindliche Leserschaft hinausgeht, zu erfüllen. Das war schon nach dem ersten Buch klar. Zudem wurde von literarischer Seite hoher Druck auf die filmische Umsetzung ausgeübt: Joanna K. Rowling ließ es sich nicht nehmen, bei sämtlichen wichtigen Entscheidungen mit dabei zu sein. Sie verlangte u.a. dass der Film in England gedreht und mit englischen Darstellern in den Hauptrollen besetzt werden müsse.

Zudem hatte sie auch das letzte Wort über die Besetzung des Titelhelden (Daniel Radcliffe), der sich interessanterweise in einigen wesentlichen Punkten von seinem geschriebenen Vorbild unterscheidet. Das Ergebnis eines solchen Vorgehens führt beinahe zwangsweise zu einer Verfilmung, die sich sehr eng an seine Vorlage hält: eben eine typische Bestsellerverfilmung. Tatsächlich ist es die größte Schwäche des Film zu nah an der Vorlage zu bleiben.

Mit ein Grund für das Erfolgsrezept von Harry Potter mag es sein, dass einem alles so vertraut ist. Der Film ist somit – eng an seiner Vorlage – eine perfekt und phantasievoll fotografierte Ansammlung von Versatzstücken, die wir seit unserer Kindheit aus Märchen und Kinderbüchern kennen und lieben und die uns immer wieder gefallen. Überraschungen gibt es eigentlich nicht, denn es geschieht alles so, wie man es erwartet: klassisch ist bereits der Beginn. Harry Potter als ungeliebter Stiefsohn, der arg hinter seinem Vetter zurückstehen muss.

Als männliches Aschenbrödel wartet er – wunderbar übertrieben und bildhaft dargestellt – in seiner Treppenabstellkammer auf seinen großen Augenblick. Auf dem Weg nach Hogwarts ist er bereits wohl bekannt. Der Ruf seiner Eltern ist ihm vorausgeheilt. Als Berühmtheit ist es ebenso logisch, dass er sich als Freund nicht etwa den smarten, aber arroganten Schnösel Malfoy (Will Theakston), sondern den eher durchschnittlichen aber charakterlichen „edleren“ Ron (Rupert Grind) aussucht. Zusammen mit der zuweilen streberhaften, aber mutigen Hermine (Emma Watson) ergeben sie ein klassisches Team. Ein beliebtes und auch sinnvolles Jugendbuchmotiv.

Auch die Figur des alten und weisen Direktors und Oberzauberers Professor Dumbledore (Richard Harris, der wie ein Merlin aus dem Bilderbuch ist) und die die strenge, aber sympathische Hausdame Professor McGonagall (wunderbar und ebenso typisch: Maggie Smith) treffen ganz unsere Erwartungen. Letztlich sind diese Figuren viel eher klassische Märchentypen als Charaktere im eigentlichen Sinne.

Dennoch macht der Film Spaß, denn Altbewährtes wird hier auf liebenswerte Art und Weise in die Gegenwart transportiert (auch wenn man die Gegenwart im Film meist vergisst). Das Zweieinhalb-Stundenopus ist keine Sekunde langweilig, die Effekte und die Bilderwucht ist einfach atemberaubend, wenn auch letztere zusammen mit seiner Überlänge für jüngere Zuseher etwas zu viel sein könnten. Schließlich kann der Film auch noch als eine detailverliebte und phantastische Hommage an die Tradition des englischen Schulwesens betrachtet werden.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Der Herr der Ringe – Die Gefährten

Von Peter Jackson (2001)
Mit Elijah Wood, Ian McKellen, Orlando Bloom, Billy Boyd, Viggo Mortensen, Sean Astin, Dominic Monaghan, JOhn Rhys-Davis, Christopher Lee

Mittelerde – das ist eine phantastische Welt, die von Zauberern, Hobbits, Elben, Menschen, Zwergen, Trollen und Geistern bewohnt wird. Inmitten dieser Welt lebt Frodo Beutlin, ein Hobbit, der bisher ein sorgloses Leben im grünen Auenland geführt hat. Als er eines Tages in den Besitz eines Rings gerät, ändert sich sein Leben schlagartig. Dieser Ring ist ein Meistering, der seinen Besitzer zu grenzenloser Macht verhelfen kann und selbigen dabei immer mehr vereinnahmt. Die einzige Möglichkeit zu verhindern dass dieser Ring in die Hände des mächtigen Sauron gelangt, der damit das Böse über ganz Mittelerde bringen würde, ist es, den Ring in jenem Feuer zu vernichten, in dem er einst geschmiedet wurde. Zusammen mit einigen treuen Gefährten beginnt für den kleinen aber wackeren Frodo eine gefährliche Reise…

Der Englischprofessor J.R.R. Tolkien schuf mit seinem inzwischen längst zur Legende gewordenen Fantasy-Epos „Herr der Ringe“ (1954-55) eine eigene mystische Welt, welcher er mit Landkarten, Chroniken und Stammbäumen ein literarisches Leben eingehaucht hat. Die Aversion des Autors, sein Werk als Hollywood-Film zu sehen, mag einer der Gründe sein und die ungeahnten Möglichkeiten, die die Filmtechnik knapp fünfzig Jahre später dem Fantasy-Genre bietet, ein anderer, dass Tolkins Werk erst so spät eine adäquate filmische Umsetzung bekommen hat.

Peter Jacksons erster Teil seiner eigenen Interpretation von „Herr der Ringe“ ist eine gigantische, episch angelegte Gut-Gegen-Böse-Geschichte, deren Gesamteindruck einfach überwältigend ist.

Dies beginnt bereits bei der eigenwilligen, aber sorgfältig ausgearbeiteten Adaption, der die perfekte filmische Umsetzbarkeit wichtiger ist, als die wortwörtliche Bearbeitung der literarischen Vorlage. Die Ausstattung ist ein weiterer Baustein, deren Detailverliebtheit so weit ging, eigens in mühsamer Vorarbeit Felder und Bäume zu pflanzen, um z.B. das Auenland mit Leben zu erwecken. Und schließlich die Spezialeffekte, die ein kaum fassbares Ausmaß annehmen. Sei es bei der perfekten Montage, welche die kindgroßen Hobbits mit ihren doppelt so großen menschlichen und elbischen Gefährten zusammenbringt, oder aber jene riesigen Phantasiewelten, die man nicht so schnell vergisst. Und bei all diesem Aufwand sind auch die bemerkenswerten Schauspieler nicht zu übersehen, die letztlich auch aus dieser Welt zu kommen scheinen.

Die drei Teile der Trilogie wurden an einem Stück in Neuseeland gedreht, was mehrere gute Gründe hatte. Peter Jackson wollte seinem Publikum ein geschlossenes Werk präsentieren und nicht einen Mehrteiler, der von Publikumsreaktionen und zeitlichen Faktoren abhängig ist. Die einzelnen Teile haben ihren Kinostart im jährlichen Abstand im Dezember.

Vier Oscars: Kamera, visuelle Effekte, Make-up, Musik (2001).

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Jurassic Park

Von Steven Spielberg (1993)
Mit Sam Neill, Bob Peck, Ariana Richards, Richard Attenborough, Jeff Goldblum, Laura Dern, Joseph Mazello

Ein Stechmücke hat vor ca. 300 Millionen Jahren ein prähistorisches Reptil gestochen wurde dann in Baumharz eingeschlossen. Das in ihr konservierte Blut dient einem reichen Unternehmer als Grundlage für eine wissenschaftlich ungeheuerliche Entdeckung und eine unerschöpfliche Geldquelle. Er lässt den Code entschlüsseln und züchtet neue Generationen von Sauriern, die auf einer Insel im Pazifik einen riesigen Freizeit- und Vergnügungspark bevölkern. Doch dann geht etwas schief und die Fleischfressenden Saurier gehen auf Menschenjagd..

Ein spannendes Kinoabenteuer aus dem Hause Amblin, dessen Grundidee (nach einem Bestseller von Michael Crichton) ein interessantes Denkspiel über die Möglichkeiten der Genwissenschaft darstellt. Im Vordergrund stehen allerdings die Spezialeffekte, die durch ausgefeilte Computeranimation neue Maßstäbe anstellt. Ein rasante Geisterbahnfahrt voll von Attraktionen und der für Steven Spielberg typischen Mischung aus Schrecken und Humor.

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung an Stefan Meyer von FilmClue.de.