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3 Engel für Charlie – Volle Power

Von McG (voller Name: Joseph McGinty Nichol) (2003)
Mit Cameron Diaz, Drew Barrymore, Lucy Liu, Bernie Mac, Crispin Glover, Justin Theroux, Robert Patrick, Demi Moore, John Cleese

Der Diebstahl zweier unscheinbarer Ringe aus Titan bedroht das gigantische Zeugenschutzprogramm der USA und macht aus dessen Schützlingen Freiwild für die Mafia. Das dürfen die drei Engel im Auftrag des Guten natürlich nicht zulassen. Mehr muss man zum Inhalt nicht sagen, denn der ist Nebensache in diesem knapp zweistündigen grellbunten Potpourri aus der neueren Actionfilmgeschichte.

Der Film beginnt mit einer Pretitelsequenz nach bester James-Bond-Manier: weil eine Verfolgungsjagd im freien Fall in „Golden Eye“ so gut funktioniert hat, wird auch für diese Heldinnen ein Staudamm zur Sprungschanze. Ob schwingend durch Straßenschluchten wie „Spider Man“ oder im Eifer effektvoller Karatekämpfe: die drei Damen machen ihren Beinnamen alle Ehre und scheinen den größten Teil des Films in der Luft zu verbringen.

Ihnen entgegen tritt keine geringere als eine generalüberholte Demi Moore, die als „gefallener Engel“ das Schicksal der Menschheit zum Bösen wenden will (was sollte sie auch sonst tun). Noch mehr als im Vorgänger steht die maßlose Übertreibung und Veralberung nicht nur seiner eigenen Vorlage im Vordergrund. Das zeigen nicht nur eine Reihe treffend besetzter Gastauftritte: Bruce Willis Rolle endet kaum das sie begonnen hat (in der Gewalt seiner Exfrau), John Cleese zeigt sich betont verständnisvoll und nicht zuletzt erscheint Jaclyn Smith auf der Bildfläche, die als Kelly Garrett in allen Staffeln der klassischen Fernsehserie auftrat.

Musicclip-Regisseur McG (Joseph McGinty Nichol), reiht seine Comic- und Stunt-Attraktionen mit der Geschwindigkeit eines Videoclips aneinander. Einen Höhepunkt liefert ein spektakuläres Motorradrennen, das sich nicht hinter dem legendären Wagenrennen aus „Ben Hur“ zu verstecken braucht. Zwischen den Actiongranaten gibt es jede Menge Sprücheklopferei, Women’s Talk álà „Sex and the City“, viel Haut, Kurven, Chauvinismus und Zickenterror, so dass für beiderlei Geschlecht etwas dabei ist.

Fazit: ein leichtverdaulicher Schnellschuss-Funstreifen, bei dem man keine Zeit zum Nachdenken braucht.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     



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