James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug

Von Michael Apted (1999)
Mit Pierce Brosnan, Sophie Marceau, Robert Carlyle, Denise Richards, Robbie Coltrane, Judi Dench, Desmond Llewelyn, John Cleese, Samantha Bond

James Bond soll die Tochter des bei einem Terroranschlag ermordeten Öl-Multimillionärs Robert King beschützen und den Mörder entlarven, der vor Jahren die hübsche Tochter und Erbin entführt hatte und offenbar noch immer hinter ihr her ist. Doch es muss wieder einiges passieren, bis James Bond merkt, gegen wen er zu kämpfen hat.

James-Bond-Abenteuer das in der Gestaltung von Bonds Gegenspieler durchaus Überraschungen bieten kann und mit einigen wirklich effektvollen Actionszenen aufwartet. Letztendlich bewahrt das den Film nicht von der Tatsache, dass sich die Serie längst in ihrem gewohnten Spiel festgetreten hat.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Das fünfte Element

Von Luc Besson (1997)
Mit Bruce Willis, Luke Perry, Milla Jovovich, Brion James, Chris Tucker, Gary Oldman, Ian Holm

New York, 2259. Nur alle 5000 Jahre öffnet sich das Tor zu einer anderen Dimension. Durch diese Pforte betritt das absolut Böse mit ihrem Anführer Zorg die Erde. Ihr Ziel ist die Vernichtung der Menschheit…

Ein visuell durch und durch gelunges Genre-Konglomerat mit witzigen Einfällen und optischer Brillanz ganz an bewährte Muster des Popcornkinos der 80er Jahre angelehnt mit der Perfektion der 90er. Viel Handlung gibt es in Luc Bessons Werk zwar nicht, aber dafür vollgepackt mit Attraktionen bietet der Film pralle, kunterbunte Comic-Unterhaltung.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Akte X: Der Film – Fight the Future

Von Rob Bowman (1998)
Mit David Duchovny, Gillian Anderson, William B. Davis, John Neville, Martin Landau, Armin Müller-Stahl

Die FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully müssen sich für angebliches Fehlverhalten bei einem Bombenattentat auf ein Regierungsgebäude verantworten, bei dem es Tote gab. Hinweise verschärfen sich, dass die beiden Kollegen Opfer einer Verschwörung geworden sind, durch die eine außerirdische Invasion vertuscht werden soll…

Auf Spielfilmlänge ausgedehnte Episode nach der erfolgreichen TV-Serie „THE X-FILES“ (Akte X); Obwohl von den Produzenten so angelegt, dass auch „Neulinge“ in die Handlung einsteigen können, ist der erste Kinofilm mit dem beliebten Agentenpaar nur ein üblicher Mysterythriller auf Fersenniveau für Fans der TV-Serie. Wenn man das berücksichtigt, kann man sich durchaus recht spannend unterhalten in einem Schocker, der geschickt typisch amerikanische Urängste – allen voran die Verschwörungs- und Invasionshysterie – einbindet und mit leisen, aber wohldosierten Effekten über weite Strecken fesseln kann.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

               

The 6th Day

Von Roger Spottiswoode (2000)
Mit Arnold Schwarzenegger, Tony Goldwyn, Michael Rooker, Robert Duvall, Michael Rapaport, Sarah Wynter, Rodney Rowland

Als der Hubschrauberpilot Adam nach einem gefährlichen Einsatz nach Hause kehrt, sieht er seinen Doppelgänger glücklich im Kreis seiner Familie sitzen. Für ihn selbst scheint es keinen Platz mehr zu geben. Doch damit nicht genug: unbekannte Agenten versuchen ihn gänzlich auszulöschen und trachten nach seinem Leben. In einer Zukunft in der das Klonen von Tieren zum Alltag geworden ist (so lässt sich das eben verstorbene Haustier in Windeseile ersetzen) ist Adam das Opfer einer illegalen Menschenklonung geworden, deren Folgen mit seinem Tod korrigiert werden sollen. Eine Jagd auf Leben und Tod beginnt.

Arnold Schwarzenegger ist wieder in seiner klassischen Rolle. Mit reichlich Eigenzitaten (Parallelen zu „Die totale Erinnerung – Total Recall“ 1990, sind unverkennbar) und dick aufgetragenen Bibelanspielungen („der 6. Tag“ und der Rollenname „Adam“) ausstaffierter Actionfilm, der sich mit seinem Hintergrundmotiv – die Grenzen, der Sinn und die Berechtigung des Klonens – deutlich an zeitgenössische Diskussionen anlehnt. Dieses Thema ist aber nicht viel mehr als eine Grundidee in dem eher konventionellen „Schwarzenegger-Streifen“. Immerhin – trotz des zu erwartenden und verharmlosenden Ausgangs – eine spannende Routineunterhaltung.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

12 Monkeys – Die Zukunft ist Geschichte

Von Terry Gilliam (1995)
Mit Bruce Willis, Madeleine Stowe, Brad Pitt, Christopher Plummer, Jon Seda, Michael Chance, Vernon Camphell, H. Michael Walls, Bob Adrian, Simon Jones, Carol Florence

Im Jahre 2006 ist ein Großteil der Menschheit durch eine Seuche ausgerottet. Die wenigen Überlebenden vegetieren in einem klaustrophobischen Unterweltsystem dahin. Der Schwerverbrecher James Cole wird kreuz und quer durch die Vergangenheit geschickt, um nach den Ursprüngen der Seuche zu forschen.

Bedrückendes Verwirrspiel mit zynischen Untertönen, das den Menschen als Gefangenen seines Schicksals ausgibt. Visuell und spielerisch sehr intensiv und beklemmend.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Scary Movie 3

Von David Zucker (2003)
Mit Pamela Anderson, Jenny McCarthy, Marny Eng, Charlie Sheen, Simon Rex, Jianna Ballard, Jeremy Piven, Anna Faris, Timothy Stack, Elaine Klimaszewski, Diane Klimaszewski, Camryn Manheim, Drew Mikuska, Regina Hall, Darrell Hammond, Leslie Nielsen

„Signs – Zeichen“, „Ring“, „Matrix Reloaded“ und „The Sixth Sense“ werden im dritten Teil der endlos fortsetzbaren Horrorfilmparodie durch das ranzig gewordene Filmblut gezogen: Ein unheimliches Videoband verbreitet Angst und Schrecken unter den silikonverbesserten Schulmädchen und hält sie dennoch nicht davon ab, vor dem Fernseher rumzuhängen und Dummheiten zu machen. Und irgendwo in der Nähe von – wo auch sonst – Washington D.C. werden UFOs gesichtet, die das Leben eines verwitweten Farmers ganz schön durcheinander bringen. Was die UFOs mit dem Video zu tun haben und welche Rolle ein weißer Rapper, ein High-Tech-Architekt und ein pädophiler Pater dabei spielen… das soll nicht verraten werden!

Leslie Nielsen als vertrottelter US-Präsident und Pamela Anderson als holdes Unschuldsblondchen versprechen viel zum Lachen von witzig komisch bis dämlich blöd! Das Rezept ist wie gewohnt einfach und treffsicher: Filmmuster, die zwar nicht unbedingt alt genug aber dafür durch den Erfolg ihrer Vorbilder über hohe Maßen bekannt sind, werden verdreht, übertrieben und bis ins undenkbar lächerliche gesteigert. Das hat den Effekt, dass man sich das Original entweder gar nicht mehr ansehen will oder aber dieses beinahe ebenso zum Lachen findet wie die Parodie selbst. Das funktioniert die meiste Zeit recht gut, wobei die Horrorkomik der Vorgänger durch überdrehte Genreparodie-Slapstick ersetzt wird und der drastische Humor von Keenen und Shawn Wayans allenfalls an jenen Stellen durchkommt, in denen nicht Filme als Vorlage herangezogen wurden, sondern die Schlagzeilen aus Boulevard- und Tagespresse.

David Zucker bewegt sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern ganz im gewohnten Terrain von seinen (Mit-) Sprösslingen „Die nackte Kanone“, „Top Secret“ und „Hot Shot“ und nicht zuletzt „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ und findet nach längerer Abstinenz in „Scary Movie 3“ ein erfolgreiches Comeback.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

Scary Movie 2

Von Keenen Ivory Wayans (2001)
Mit Marlon Wayans, Shawn Wayans, Anna Faris, James DeBello, Chris Elliott, Kathleen Robertson, David Cross, Tim Curry, Tori Spelling, Andy Richter, Natasha Lyonne, James Woods, Richard Moll

„Der Exorzist“, „Poltergeist“ und in weiten Zügen „Das Geisterschloss“ stehen auf der Parodieliste von Scary Movie. Zum Start wird erst mal kräftig auf den Boden gepinkelt und sich bei eifrig kopulierender Teufelsaustreiberei gegenseitig in Gesicht gekotzt.

Ausgangslage, Titelschrift „Scary Movie 2, ein Jahr später“. Die alten Gesichter aus dem ersten Teil sollen an einer Schlafstudie im „Hell House“ teilnehmen, natürlich bleiben alle wach und lernen den großen Geist des alten Hausherren kennen. Viele tote Gestalten aus dem ersten Teil sind dabei erstaunlich unlogisch lebendig, auch wenn wohl nicht alle Darsteller Lust auf einen zweiten Teil hatten.

Verständlicherweise: Scary Movie ist platt und nur selten so witzig wie der erste Teil. Da kann auch die Besetzung mit etlichen bekannten Gesichtern nichts daran ändern. Die Story ist mager und eher ein Verrenken zur nächsten Parodie auf Filme wie „3 Engel für Charlie“, „Hollow Man“, „M:I-2“ und „Hannibal“.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

Scary Movie

Von Keenen Ivory Wayans (2000)
Mit Carmen Electra, Dave Heridan, Anna Faris, Jon Abrahams, Regina Hall, Marlon Wayans, Shawn Wayans, Shannon Elizabeth

Ein maskierter Mörder treibt auf dem Campus einer amerikanischen Kleinstadt sein Unwesen. Zu seinen Opfern gehören nicht ganz unschuldige Teenager, die vor einem Jahr zu Halloween aus Versehen einen Mann umgebracht haben…

Derbkomische, stellenweise beabsichtigt geschmacklose Parodie auf Tenniefilme der letzten Jahre, die es sich zu einfach macht, da sie ihre Vorbilder z.T. Einstellung für Einstellung kopiert und ihre Komik nur aus der einfachen Umkehrung der Zuschauererwartung zieht. Zudem ist ein Großteil der Vorbilder bereits selbst – unbeabsichtigt oder nicht – als Komödie anzusehen. In erster Linie standen hier Wes Cravens „Scream“ und Jim Gillespies „Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast“ Pate, wobei gerade im ersten Fall die Persiflage überflüssig erscheint, da bereits „Scream“ sein längst in sich selbst erstickendes Genre des „Tennie-Horrors“ parodiert. So amüsiert der Film über weite Strecken durch hemmungslose Übertreibungen und einigen drastischen Einfällen in einer nicht endenden Zitatenrevue ohne das ausgelutschte Genre selbst in all seinen Schwächen bloßstellen zu können.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Die Wutprobe

Von Peter Segal (2003)
Mit Adam Sandler, Jack Nicholson, Marisa Tomei, Luis Guzmán, Jonathan Loughran, Kurt Fuller, Krista Allen

Es gibt Menschen, die können einfach keiner Fliege etwas zu Leide tun, Sie fressen die Wut in sich hinein und sind eine gefährlich tickende Aggressionszeitbombe – wie ein Vulkan, der sich irgendwann nicht mehr halten kann. Wenn So ein friedfertiges Exemplar (Adam Sandler) dann zu einem übergeschnappt unorthodoxen Aggressionstherapeuten (Jack Nicholson) muss, sorgt das für reichlich Kitzeln im Zwerchfell. Jack Nicholson und Adam Sandler sind ein urkomisches Duo.

Freunde von Jack Nicholson, sollten aber vorher nicht den Film „Reine Nervensache“ gesehen haben und auf keinen Fall über das Ende spekulieren. Das ist nämlich recht vorhersehbar.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Wild Wild West

Von Barry Sonnenfeld (1999)
Mit Will Smith, Kevin Kline, Kenneth Branagh, Salma Hayek, M. Emmet Walsh, Ted Levine.

Amerika, kurz nach dem Bürgerkrieg: der wahnsinnige Terrorrist Arless Loveless hat die besten Wissenschaftler des Landes entführt und mit ihrer Hilfe geradezu unglaubliche, futuristische Waffensysteme entwickelt, gegen die die Regierung nichts entgegenzusetzen hat. Jetzt liegt alle Hoffnung auf dem erfolgreichen U-S. Marshall Artemuns Gordon und dem legendären Revolverheldenhelden Jim West…

Gigantischer Actionbrüller, der seine Knalleffekte sehr viel besser unter Kontrolle hat, als seine Pointen. Wirklich witzig ist der Film nur selten, da die Effekte den Darstellern nicht viel Spielraum erlauben. Trotz der vielen Gags und jeder Menge Action ist der Film nicht ohne Leerlauf und bleibt mit all seinem Aufwand nur ein zweitklassiges Comic-Kino für die große Leinwand.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Terminator 3 – Die Rebellion der Maschinen

Von Jonathan Mostow (2003)
Mit Arnold Schwarzenegger, Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken, David Andrews, Mark Famiglietti, Earl Boen, Moira Harris

Zehn Jahre sind vergangen, seit John Connor den Untergang der Menschheit verhindert hatte. Connor führt ein ärmliches Leben an Rande der Gesellschaft, ganz ohne Identität und verborgen – da er sich aus sämtlichen Computern gelöscht hat. Doch der Kampf beginnt erneut, als eine weibliche Killermaschine vom Typ T-X in seine Zeit geschickt wird, um einen Angriff gegen die Menschheit zu starten. Sie soll den Auftrag vollenden, den ihr Vorgänger T-1000 begonnen hatte. Und wieder steht Connor ein Terminator vom Typ „Arnold Schwarzenegger“ zu Hilfe…

Wer das eschatolgisches Finale einer „Terminator“-Trilogie erwartet, wird enttäuscht. Jonathan Mostows Film ist eine simple Fortsetzung, die die Handlung seiner Vorgänger ohne große Überraschungen recycelt. Was in Teil 2 als abgeschlossen galt, wird wieder geöffnet und tot geglaubtes wird reanimiert und zu einem lauten Actioncocktail gemixt. Wer an den gewohnten Ritualen und Arnold Schwarzeneggers Auftritt als konsequente Kampfmaschine im Gewand eines roboter-sprechenden Toasters Gefallen findet, wird sich dennoch knapp zwei Stunden gut unterhalten.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens

Von Jan de Bont (2003)
Mit Angelina Jolie, Gerard Butler, Ciarán Hinds, Chris Barrie, Noah Taylor, Djimon Hounsou, Til Schweiger, Simon Yam, Terence Yin, Daniel Caltagirone

Vor der Küste Griechenlands entdeckt Lara Croft den sagenumwobenen Tempel von Alexander dem Großen, der seit über zweitausend Jahren tief verborgen in einer unterirdischen Höhle liegt. Dort stößt sie auf eine geheimnisvolle Kugel, doch eine skrupellose Bande ist der Archäologin und ihren Gefährten gefolgt und nimmt ihr die Kugel ab. Als sie erfährt, dass diese Kugel der Schlüssel zu Büchse der Pandora ist, die den Tod der Menschheit bedeuten könne, macht sie sich im Auftrag der Regierung auf die Jagt nach dem Grabräuber, der den Fund als gigantische „Biologische“ Waffe einsetzen will…

Der erste Teil der Game-Verfilmung war ein gigantischer Erfolg, was sicherlich eher auf das große Interesse und die Neugierde, aber auch auf die Schlagfertigkeit einer perfekten Hauptdarstellerin zurückzuführen ist und weniger auf die Qualitäten des Films selbst, der mit seiner dünnen Handlung und seiner Kürze (ohne Abspann mal gerade 90 Minuten) eher wie ein kleiner B-Film gewirkt hat. Für Teil 2 „Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens“ wurde jetzt Actionaltmeister Jan de Bont verpflichtet, der mit „Speed“ bewies, wie viel Tempo ein Film haben kann. Die Fortsetzung konzentriert sich verstärkt auf die Actionkomponente, als auf den Fantasyanteil und bietet eine unterhaltsame Mischung aus „James Bond“ und „Indiana Jones“ mit unvergesslichern Stunt- und Kampfszenen, die bis 85 Prozent von der athletischen Angelina Jolie selbst durchgeführt wurden. Schwindelerregende Kamerafahrten über die Chinesische Mauer hinweg, turbulente Motorradfahrten, Jagten durch die Luft und zu Pferd – diese Actionheldin lässt zuweilen sogar James Bond in seinem gebügelten Anzug alt aussehen. Lara Croft wurde erfreulicherweise mit etwas mehr Menschlichkeit ausgestattet und die Story ist interessanter und verwickelter konstruiert als bei seinem Vorgänger.

Fazit
Noch mal gesteigerte Frauenpower, die auf ein Wiedersehen hoffen lässt!

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.

     

Fluch der Karibik

Von Gore Verbinski (2003)
Mit Johnny Depp, Geoffrey Rush, Orlando Bloom, Keira Knightley, Jack Davenport, Jonathan Price, Lee Arenberg, Mackenzie Crook, Damian O’Hare, Giles New, Angus Barnett, David Bailie, Michael Berry Jr., Isaac C. Singleton Jr., Kevin McNally

Eine mysteriöse Goldmünze an einer Halskette gelangt durch Zufall in den Besitz der Gouverneurstochter Elizabeth. Als sie eines Tages mit samt Amulett ins Meer stürzt, wird sie von Seeräuber Jack Sparrow, der gerade ein Schiff kapern wollte, gerettet. Sie ahnt nicht, dass ihr Schmuckstück aus einem legendären Freibeuterschatz stammt und ihr Unfall im Wasser das berüchtigte Piratenschiff Black Pearl angelockt hat. Deren berüchtigte Mannschaft fällt erbarmungslos über die kleine Insel her und entführt Elizabeth. Will Turner, ihr heimlicher, nicht standesgemäßer Verehrer, befreit den schlitzohrigen Jack, der im Kerker auf seinen Galgen wartet, und macht sich auf die Jagt nach einem verfluchten Piratenschiff, dessen Kapitän Barbossa mit seiner Crew direkt aus der Hölle zu kommen scheint…

Wer hätte gedacht, dass man einem Genre, das beinahe ein halbes Jahrhundert zuvor mit Douglas Fairbanks (Vater und Sohn) und Errol Flynn untergegangen war, erfolgreich ins Leben zurückholen könnte? Doch eigentlich kein Wunder, in einer Zeit, in der alles recycelt wird. Regisseur Gore Verbinski macht dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn seine Piraten scheinen in der Tat tot und untot zugleich zu sein. Nicht allein die vermoderte Mannschaft von Kapitän Barbossa bilden die Attraktion dieser Neuauflage, sondern eine überraschend große Menge an witzigen Einfällen, perfekten Gefechtszenen, in denen es nur so blitzt und knallt von Säbeln und Kanonenkugeln, und eine hübsche Portion schauriges, haarsträubendes Seemannsgarn. Doch nicht zuletzt ist es Johnny Depp, der dem Film mit seiner Mischung aus einem langhaarigen, goldzahnigen Bilderbuch-Piraten und einer tuntig-spleenigen Galionsfigur seinen charakteristischen Stempel aufdrückt.

Fazit
ein perfekter, fantasievoller Unterhaltungsfilm über Flüche, Mondscheinzombies und unzerstörbare Piratenromantik.

Vielen Dank an Stefan Meyer von FilmClue.de für seine freundliche Unterstützung.